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Coming from and going to Cuba

Der Flughafen Jose Marti in Havana ist zwar der grösste der Insel – gleichwohl ist er winzig. Dies zeigt sich schon gleich nach der Landung, als wir im Stau steckenbleiben, der zuletzt bis fast zur Landebahn zu gehen scheint: vor uns steht ein Flieger, hinter uns und unser Gate ist noch von einer Aeroflot-Maschine besetzt. Bei 14 Gates für den grössten Flughafen eines 11 Millionen-Landes wenig erstaunlich, wobei die Reise ins Ausland für Kubaner immer noch nur eingeschränkt möglich ist.

Der Flughafen wird deshalb auch vor allem von Touristen genutzt – und dabei stellen sich manche Fragen, die für Verunischerung sorgen. So fand ich in einem Reiseführer (in Buchform) sogar die Information, dass einem bei der Einreise GPS-fähige Geräte weggenommen würden, besonders gerne Iphones. Dass es sich hier um eine Falschmeldung handeln muss, erscheint offensichtlich, zumal Smartphones auch in Kuba weitverbreitet sind. Doch wie ist es nun wirklich?

Alle folgenden Angaben basieren auf eigenen Erlebnissen und Recherchen und sind selbstverständlich völlig OHNE GEWÄHR.

Viele Verwirrungen entstehen wohl rund um das Formular, das man bei der Einreise vorlegen muss und wo z.B. angekreuzt werden muss, ob man das Folgende mit nach Kuba bringt: „Satellite communication equipment, Walke-Talkies, u others“. Ich verstehe darunter allerdings z.B. ein satellitengestütztes Telefon, ein GPS-fähiges Handy fällt für mich nicht darunter, weshalb ich „nein“ angekreuzt habe.
Zudem steht in diesem Formular: „List the equipement and items (electrical appliances and others) other than miscellanies that you bring with you“. Das Wort „miscellanies“ verstehe ich zwar bis heute nicht (und die Internetkarte ist aufgebraucht), aber es ist wohl etwas wie „Eigengebrauch“ gemeint. Listet man hier all sein Equipment auf, kann das zu Problemen führen, da Einfuhr zu anderen als persönlichen Zwecken verboten ist.

Nach der Ankunft am Gate geht man durch die Passkontrolle, wo eine Foto gemacht wird, danach wird das Gepäck geröntgt – aber das besagte Formular nicht kontrolliert (!). Das Durchleuchten des Gepäcks nach der Kontrolle geschieht nur oberflächlich und dient wohl eben dazu, zu verhindern, dass Unerlaubtes eingeführt wird. Bei Verdacht wird angeblich ein Siegel am Gepäck angebracht (hab ich nicht erlebt).
Ein Siegel müsste sich aber auf den folgenden wohl über 100 Metern wieder ablösen lassen, da erst danach die Zollkontrolle stattfindet. Ich ging zum „nichts zu deklarieren Schalter“, die Frau schaute mich kurz böse an, nahm meinen Zettel entgegen und ich war im Land drin. Was übrigens auch deshalb schnell geht, weil der Flughafen noch effizienter (aber auch kleiner) ist als Berlin Tegel…

Ausreise
Die Ausreise nach Kuba gestaltet sich ebenfalls als einfach. Eine mobile Boardingcard war zwar nicht online erhältlich, aber am Check-In gibt es extra Schalter für Gepäck-Dropoff-only. Danach geht es zur Zollkontrolle, wo wiederum eine Foto gemacht wird, der Pass wird eingescannt mit einer Datenbank abgeglichen und wenn alles passt, ist nach wenigen Sekunden der Stempel auf dem Visum und man steht vor der winzigen Security Control. Diese scheint auch mehr gegen Schmuggel ausgelegt zu sein – Schuhe müssen aufs Förderband gelegt werden, elektronische Geräte und Flüssigkeiten jedoch nicht separat vorgelegt werden. Effizient ist es, aber… Danach gehts noch an wenigen Duty-Free Geschäften vorbei in eine grosse Halle mit vielen Sitzplätzen – und direktem Zugang zu den 14 Gates. Es geht gemütlich zu und her, die Halle fasst die Menschenmenge problemlos, was mich insofern erstaunt, als es auf der Insel mehr Touristen als Einheimische zu haben scheint…
Bei der Ausreise soll aber noch vor etwas Wichtigem Gewarnt werden: das Essen nach der Security Control ist teuer und ungeniessbar…

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