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2024

Weinender Engel

Eines der bekanntesten Wahrzeichen der belarussischen Hauptstadt Minsk ist der weinende Engel. Er soll ein Mahnmal sein zum Leid, das Krieg hervorbringt. Belarus beteiligt sich zwar (Stand Februar 2024) nicht direkt am Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, Angriffe wurden aber auch von belarussischem Territorium gestartet, Belarus ist heute beinahe Teil Russlands. Der Engel weint vor sich hin, Krieg verhindern konnte er bislang aber leider nicht… 

Unerwarteter Besuch

  • Berlin
  • 4 min read

Jaja, die Deutsche Bahn. So gegen halb 8 habe ich mal den Zug gechecked, der um rund 10 Uhr losfahren sollte. Er war noch pünktlich, anders als der frühere Zug, den ich beinahe gebucht gehabt hätte. Grund: „Polizeieinsatz“. Na gut. Ich habe Zeit und will deshalb nochmals über die Parademeile „Unter den Linden“ fahren, durch das Brandenburger Tor und dann zwischen Bundeskanzleramt und Schweizer Botschaft… 

Bring them home – long live…

In Berlin in der Nähe der grossen Synagoge gibt es dieses Mural zum 7. Oktober. Noch heute sind über 100 Geiseln in den Händen der Hamas, zerstört die israelische Armee den Gazastreifen womöglich bis zur Unbewohnbarkeit. Passend dazu steht klein auf der Mauer davor: „Long live the Palestinian“.

Apropos Deutsche Bahn…

Ich versuche Online ein Ticket bei bahn.de zu kaufen. Es kommt keine Bestätigungsemail, das Ticket ist in der App nicht auffindbar. Viele Minuten später dann die Meldung (ohne Grund): das nicht stornierbare Ticket wurde storniert. Auch weitere Versuche scheitern. Dasselbe Ticket lässt sich dann aber über sbb.ch kaufen.

Eine Reyse mit der dB

Dass reysen mit der Deutschen Bahn besonders anstrengend sein kann, war mir natürlich bewusst. Zu oft hatte ich Zugausfälle oder Verspätungen erlebt, zu selten klappte eine Reyse mit der Deutschen Bahn ohne Probleme. Aber all das war nur pipifax gegenüber dem, was mir letzthin passiert ist. Es war ein internationaler Zug, ein Eurocity, mit dem ich schon durch mehrere Staaten Osteuropas gefahren war. Doch dann… 

Liberland

Zwischen Serbien und Kroatien gibt es einen Grenzkonflikt. Für Serbien ist der Hauptverlauf der Donau die Grenze, für Kroatien die mäandrierenden Seitenarme. Aus dieser Perspektive gehören diverse Landstücke zu Kroatien (gelb in der Karte), allerdings gibt es auch wenige Landstücke, die aus der kroatischen Sicht zu Serbien gehören (grün in der Karte). Eines dieser Landstücke (in der Karte „Siga“) wird als „Liberland“ bezeichnet, respektive beansprucht.… 

Kune

Seit dem 1. Januar 2023 gibt es in Kroatien den Euro. Da ich noch ein paar Kune habe, versuche ich die alte Währung in Euro umzutauschen. Etwas erstaunt werde ich auf der Bank darauf hingewiesen, dass seit dem 1. Januar 2024 der Umtausch nur noch in der Zentralbank in Zagreb möglich ist. Eine kurze Umstellungszeit, die wohl vielen Touristen noch einige – Kune – kostet.

Radio Swiss Pop

Das Hotel in einer kroatischen Kleinstadt mit Schweineschlachthof hat gefühlt Platz für 1000 Leute. Etwas erstaunt höre ich im Restaurant sitzend nebenbei, dass „Radio Swiss Pop“ läuft. Da ich weit und breit der einzige Gast bin überlege ich mir, ob ich womöglich nicht nur der einzige Besucher im (qualitativ hochstehenden) Restaurant, sondern im ganzen Hotel bin und der Sender mir zu Ehren ausgewählt wurde…

Vukovar

Vukovar ist eine Stadt, die man auch heute noch, rund 30 Jahre später, mit dem Kroatienkrieg in Verbindung bringt. Nach der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens kam es zum Krieg zwischen der serbisch dominierten Jugoslawischen Nationalarmee und kroatischen Polizeitruppen. Das serbisch dominierte Restjugoslawien argumentierte damit, dass die jugoslawische Einheit erhalten werden müsse. Zudem hatten Serben innerhalb Kroatiens bereits ihre Unabhängigkeit vom künftigen Staat Kroatien erklärt, was Serbien dazu… 

Slavonski Brod

Reysen bedeutet improvisieren. Eigentlich war der Plan gewesen, der Donau entlang in Richtung Osten zu fahren. Aber angesichts eingeschränkter Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten wurde der Plan geändert und führte nun via Zagreb. Eine Stadt, die mir nicht liegt. Letztes Mal, als ich hier war wurde ich einmal beschissen – und einmal konnte ich es knapp verhindern. Also schnell wieder raus mit dem Zug, bloss, das war…