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Allgemein

Kune

  • Balkan, Shorts
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Seit dem 1. Januar 2023 gibt es in Kroatien den Euro. Da ich noch ein paar Kune habe, versuche ich die alte Währung in Euro umzutauschen. Etwas erstaunt werde ich auf der Bank darauf hingewiesen, dass seit dem 1. Januar 2024 der Umtausch nur noch in der Zentralbank in Zagreb möglich ist. Eine kurze Umstellungszeit, die wohl vielen Touristen noch einige – Kune – kostet.

Radio Swiss Pop

  • Balkan, Shorts
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Das Hotel in einer kroatischen Kleinstadt mit Schweineschlachthof hat gefühlt Platz für 1000 Leute. Etwas erstaunt höre ich im Restaurant sitzend nebenbei, dass „Radio Swiss Pop“ läuft. Da ich weit und breit der einzige Gast bin überlege ich mir, ob ich womöglich nicht nur der einzige Besucher im (qualitativ hochstehenden) Restaurant, sondern im ganzen Hotel bin und der Sender mir zu Ehren ausgewählt wurde…

Vukovar

Vukovar ist eine Stadt, die man auch heute noch, rund 30 Jahre später, mit dem Kroatienkrieg in Verbindung bringt. Nach der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens kam es zum Krieg zwischen der serbisch dominierten Jugoslawischen Nationalarmee und kroatischen Polizeitruppen. Das serbisch dominierte Restjugoslawien argumentierte damit, dass die jugoslawische Einheit erhalten werden müsse. Zudem hatten Serben innerhalb Kroatiens bereits ihre Unabhängigkeit vom künftigen Staat Kroatien erklärt, was Serbien dazu… 

Slavonski Brod

Reysen bedeutet improvisieren. Eigentlich war der Plan gewesen, der Donau entlang in Richtung Osten zu fahren. Aber angesichts eingeschränkter Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten wurde der Plan geändert und führte nun via Zagreb. Eine Stadt, die mir nicht liegt. Letztes Mal, als ich hier war wurde ich einmal beschissen – und einmal konnte ich es knapp verhindern. Also schnell wieder raus mit dem Zug, bloss, das war… 

Salvatore

Salvatore heisst vielleicht gar nicht Salvatore. Vielleicht auch Enrico. Oder Massimo. Nein. Massimo war es nicht. Aber eigentlich habe ich seinen Namen vergessen. Sein Name ist auch nicht weiter wichtig und ich bin mir sicher, Salvatore hat auch meinen Namen wieder vergessen. Getroffen habe ich Salvatore am Neujahrstag in einem kleinen Ort im Süden Siziliens. Ich wollte etwas zu essen einkaufen gehen, aber fast alles… 

Woke Weihnachten

In einem kleinen, sicherlich sehr katholisch-konservativen Ort an der Südostküste Siziliens wurde diese Krippe aufgestellt. Auf den ersten Blick fällt auf, dass nebst einer blonden Eva eine weitere Frau bei der Krippe ist. Ungewohnt, aber nicht wirklich erstaunlich. Dass aber das Jesuskind wohl ein Mädchen ist, hätte ich definitiv nicht erwartet.

Falsche Symbolik

In einer Kirche in Südostsizilien fallen mir diese „Kerzen“ auf. Ich mag die Vorstellung in eine Kirche zu gehen, an jemanden zu denken, den man vermisst, der womöglich verstorben ist und zu diesen Gedanken eine Kerze anzuzünden, die dann nach einigen Stunden von alleine wieder vergeht. Dieses Ritual durch einen Knopfdruck zu ersetzen, erscheint mir schon fast als Blasphemie.

Erwischt

Zugegeben, ich hatte ihn auch im Verdacht. Warum sonst stellt sich jemand auf diese Art und Weise hinter eine Art Kiosk, direkt am Canale Grande in Venedig? Ob der gute Mann den Drang der Natur verspürt hat, weiss ich natürlich nicht, zumindest verfolgte er eine ganz andere Absicht, als diesem Drang nachzugeben: er öffnete schlicht seinen Kiosk…

Aufnahmelager

Was aussieht wie ein Gefängnis ist in Wahrheit ein Auffanglager für Flüchtlinge auf der Insel Kos. Die Insel liegt nur wenige Kilometer vom Festland der Türkei entfernt und war einer der Hotspots während der Flüchtlingskrise 2016. Für viele Flüchtlinge bedeutete die Ankunft in Europa aber nicht die erhoffte Freiheit, sondern das lange Warten in einem Lager auf einen Asylbescheid.

Mangel

Seit 2020 herrscht im Norden Äthiopiens Krieg. Nicht nur in dieser Region drohen oder existieren Hungersnöte. Von alledem kommt man im Süden des Landes kaum etwas mit, das Land ist gross. Doch ein genauerer Blick zeigt ein anderes Bild. Das Kind in der Foto ist vermutlich mangelernährt, im Hintergrund erkennt man eine Touristengruppe, die das Dorf besucht. Armut bis hin zu Hunger und Stammeskonflikten sind…