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Allgemein

I still haven’t found, what I’m looking for

Ich bin eifersüchtig. Verdammt. Dabei hätte es ein so schöner Tag werden können. Aber ich hatte ja bereits verpennt. Durch den Vorhang zwar die göttliche Sonne wahrgenommen, fast zum ersten Mal seit London, aber es ging nicht. Ich war zu müde. Mochte nicht aufstehen. Und dann Vorhang auf und ab zum Bahnhof. Noch eine Cola Light gekauft. In der Dose, die es hier zum Glück… 

Huere verdammti Scheisskacke

Es dauerte einige Sekunden bis ich mir dieser Worte gewahr wurde, die sich in meinem Kopf festgesetzt hatten. Sie waren mir ja wie wohl auch Ihnen sehr unangenehm. Aber gegen seine Gedanken kann man sich selten erwehren. Und die Worte waren verdammt berechtigt. Vor mir hatte sich eine Mauer aufgetan. Aber nicht einfach eine Mauer, sondern eine über 15 Meter hohe „Friedensmauer“. Ich hatte ja… 

Ich bin doch nur ein Mann

Meine Lippen waren bereits blau angelaufen, in meinen Zehen begann sich das Gefühl zu verabschieden, aber weiter biss ich fest auf die Zähne. Denn den Reaktionen der anderen Fahrgäste gemäss war ich einfach ein Weichei. Was ich ja auch bin. Ein Warmduscher. Was ich ja auch bin. Und gerade, weil ich ein Warmduscher bin, bin ich mir solche Kälte einfach nicht gewohnt. Aber ich befand… 

Aufstand in Dublin!

2016 ist für Irland ein grosses Jahr. Nicht zwingend wegen der Gegenwart, die zumindest aus ökonomischer Sicht aber wieder besser aussieht als in den letzten Jahren, sondern wegen des Easter Uprising von 1916. In diesem Jahr wurde der Grundstein gelegt für die Unabhängigkeit der Irischen Republik, die 1922 dann auch erreicht wurde. Dieses Ereignis wird extrem gefeiert. Inmitten der Stadt ist ein Turm thematisch dazu… 

Das verschwundene Hotelzimmer

Reysen ist teuer. Und so leiste ich mir in der Regel keine teuren Hotels – wobei die Ausnahme natürlich die Regel bestätigt. In Kopenhagen beispielsweise ist eine moderne 90 Quadratmeter Luxusloft mit Aussicht über Wasser im Szeneviertel kaum teurer als ein 9 Quadratmeter Zimmer im Bahnhofsquartier. Und auch in Brüssel gibt es lohnenswerte Schnäppchen, wenn die EU Repräsentanten Ferien haben. Nur zu oft entsprechen Schnäppchen… 

Land in Sicht – Die grosse Hungersnot

Die Fähre von Holyhead nach Dublin ist gut besucht – und nur 20 Minuten zuvor war eine vergleichbar grosse Fähre losgefahren. Dies erstaunt heute vielleicht nicht mehr, im 19. Jahrhundert war Irland aber eine Insel, die vor allem Emigranten hervorgebracht hatte. Besonders in den 1840er Jahren war die Überfahrt von Dublin nach Holyhead-Liverpool-Manchester bestimmt viel besser gebucht als der umgekehrte Weg, den ich genommen habe.… 

Corpus Delicti

Es hat etwas von einem Spektakel. Da stehen Hunderte Leute vor einer Art Bildschirm und alle paar Minuten stürmt ein Teil davon los, worauf die nächsten ihre Plätze einnehmen. Boarding im Bahnhof Euston in London. Hier wird der Bahnsteig erst bekannt gegeben, wenn der Zug eingefahren ist. Am Eingang zum Bahnsteig stehen dann auch hübsche Hostessen, die das Ticket kontrollieren und es mit einem simplen… 

Wie alles begonnen hat…

In Manchester hatte alles begonnen. Die Ausbeutung, die Fremdbestimmtheit, das Elend. Im Museum of Science and Industry in Manchester werden dazu schockierende Beispiele genannt. Es werden Maschinen präsentiert mit denen Baumwolle erst gereinigt und dann verarbeitet wurde bis daraus Kleidungsstücke entstanden. Dabei füllten sich die Lungen der Arbeiter regelrecht mit Baumwolle, was zum frühen Tod führte. Viele Kinder blieben vor der „Staublunge“ allerdings bewahrt, da… 

Paul meets Di

Liverpool hat einen gewaltigen Wandel durchgemacht. War es früher eine wichtige Hafenstadt mit kilometerlangen Docks, wo die in Manchester hergestellten Textilien in alle Welt verschifft wurden, ist es heute eine Stadt des Konsums und des Tourismus. Beides scheint zu einem wesentlichen Mass auf der bekanntesten Popband aller Zeiten zu basieren, auf den Beatles. In der Mathew Street dreht sich alles um den Cavern Club, den… 

Anita

Ich wurde schon vorgewarnt: die Röcke der Frauen in Dublin sollen sich im Morgengrauen bis unterhalb der Wahrnehmungsschwelle verkürzen. Und das nicht nur in den Augen des Betrachters. In Manchester zeigt sich ein ähnliches Phänomen allerdings schon viel früher: kurz vor 22 Uhr staune ich ob der langbeinigen Schönheit, die untenrum tatsächlich nur eine Art Badeanzug trägt. In diesem Fall empfinde ich weniger allerdings nicht…